Archiv

Oktober 2017

SPD wird Verantwortung in der Opposition übernehmen.

Beschluss des SPD-Kreisvorstands und des Kreisparteirats im Kreis Mettmann zur Bundestagswahl 2017:

"1. Das Ergebnis der Bundestagswahl ist eine schwere und bittere Niederlage für die SPD. Wir haben es nicht vermocht, in ausreichendem Umfang die Bürgerinnen und Bürger zu überzeugen, dass es mit der SPD eine politische Alternative zur Union gibt. Das ist eine historische Niederlage für die SPD. Bis zum Schluss haben wir an den Infoständen, bei Veranstaltungen, in Gesprächen und im Internet großen Zuspruch und großes Interesse erlebt. Leider hat sich das nicht in den Stimmen für die SPD widergespiegelt.
2. Ein Wahlkampf gegen eine große Koalition, an der wir mitgewirkt haben, wirkte defensiv und war nicht vermittelbar. Die Kampagne war nicht modern, interessant oder witzig. Unser (gutes!) Programm wurde nicht in Forderungen zugespitzt, so dass weder die WahlkämpferInnen noch die WählerInnen schnell erkennen konnten, was die Hauptforderungen der SPD sind. Dabei hatten die Menschen Interesse an einer Alternative zu Merkel, wie das „Schulz-Hoch“ Anfang des Jahres gezeigt hat.
3. Für die SPD im Kreis Mettmann war das Ergebnis besser als im Bundestrend aber schlechter als im NRW-Durchschnitt (Bund: 20,5 %, NRW: 26 %, Kreis ME 23,7 %). Bei den Erststimmen lagen wir mit 30,2 % (Kerstin Griese) und 25,7 % (Jens Ni-klaus) über den Zweitstimmen (Nordkreis: 24,5 %, Südkreis 23 %). Wir müssen das Wahlergebnis gründlich analysieren, auch im Zusammenhang mit der Landtagswahl. Wir haben in den Städten des Kreises Mettmann einen engagierten Wahlkampf geführt. Jetzt müssen wir gemeinsam diskutieren, welche Themen, Forderungen und Ziele für die SPD im Bund, im Land und in der Kommunalpolitik die richtigen sind. Wir müssen wieder mehr inhaltlich diskutieren, einen Plan unserer Politik für die Zukunft erarbeiten und unsere Ziele klar formulieren. Wir müssen uns aber auch über unsere Organisation und unsere Arbeitsweisen z. B. welche Veranstaltungsformate und Diskussionsformen erfolgreich sind, unterhalten. Dazu werden wir im Oktober/November eine Kreismitgliederversammlung durchführen und offen diskutieren. Wir müssen die vielen neuen Mitglieder jetzt einbinden, auch in der bald beginnenden Vorbereitung zu den Kommunalwahlen im Jahr 2020.
4. Die SPD wird jetzt im Bundestag Verantwortung in der Opposition übernehmen. Der Meinungsstreut über den besten Weg zwischen den beiden Volksparteien muss klarer werden. Das ist auch wichtig für die politische Kultur in unserem Land. Dabei muss die SPD auch zeigen, dass sie sich erneuert.
5. Besonders das Erstarken der AfD die als rechtsextreme Kraft im Bundestag er-füllt uns mit Sorge. Wir werden gegen die Demokratiefeinde im Parlament kämpfen, sie sind eine Schande für die Demokratie. Die Wählerinnen und Wähler allerdings, die nicht alle Nazis und Rechtsextreme sind, müssen wir versuchen, wieder (zurück) zu gewinnen. Die AfD hat in den SPD-Hochburgen überdurchschnittliche Erfolge erzielt. Die Themen der AfD wurden – besonders im TV-Duell – mehr in den Mittelpunkt gestellt, als es vertretbar war.
6. Die Menschen haben sich viel mehr für die Themen Bildung/Schule, Sorge um den Arbeitsplatz/Lohnhöhe, Verkehrsanbindung, bezahlbare Wohnungen interessiert. Dazu hat die SPD gute Konzepte. Besonders das Thema Schulpolitik muss von der Kommune mit Land und Bund gemeinsam gedacht werden, um eine klare SPD-Haltung vermitteln zu können."

  • Neu auf der Site · Donnerstag · 05.10.2017

Velberter Gesamtschule besucht den Bundestag

Auf Einladung von Kerstin Griese (SPD) waren 60 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Velbert zu Gast im Bundestag. Die Klassen der Jahrgangsstufe 10 haben in zwei Gesprächsrunden die Abgeordnete zu sehr vielen Themen befragt. Die Schüler interessierte der tägliche Arbeitsablauf von Kerstin Griese und welche Projekte sie in der nächsten Zeit angehen wird. Dass mit der AfD nun eine rechtspopulistische Partei in den Bundestag eingezogen ist, war eines der Themen, das die Jugendlichen mit Griese diskutiert haben. Auf die Frage, wie die SPD mit dem schlechten Wahlergebnis umgehen wird, sagte Griese: „Die SPD hat den Wählerauftrag klar verstanden und wird jetzt konstruktiv in der Opposition arbeiten.“
„Die Schüler haben viele interessante Fragen gestellt und interessiert zugehört“, freute sich die Lehrerin Kerstin Wahl, die zusammen mit Elodie Divé die Klasse 10a begleitet hat. „Die Antworten waren sehr offen und so vorgetragen, dass die Schüler sie gut verstehen konnten.“
Die Parallelklasse 10b war am nächsten Tag zu Gast und wurde von den Lehrerinnen Katja Halberkamp und Nazan Horoz begleitet. Auch hier hat der richtige Umgang mit der AfD einen großen Raum eingenommen. „Ich bin auf die Verhandlungen gespannt“, antwortete Kerstin Griese auf die Frage nach einer möglichen Jamaika-Koalition. „Die SPD wird in den Bereichen, die für das Leben der Menschen besonders wichtig sind, Arbeit, Schule, Ausbildung und sozialer Zusammenhalt, besonders genau hingucken.“
Die Lehrerinnen zeigten sich zufrieden mit dem Gespräch. „Das war eine sehr schöne Runde“, resümierte Nazan Horoz. „Die Abgeordnete ist gut auf die Fragen der Jugendlichen eingegangen und hat auf Augenhöhe mit ihnen diskutiert.“ Beide Klassen hatten ein umfangreiches Programm während ihrer Woche in Berlin und haben unter anderem das ehemalige Stasi-Gefängnis in Höhenschönhausen sowie das NS-Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ besucht.

  • Meldung · Freitag · 20.10.2017
START
THEMEN
PARTEI
FRAKTION
SGK
MITMACHEN
GESCHICHTE DER SPD
PRESSE
ANSICHTEN