Pressemitteilung:

  • Mettmann, 02. Mai 2014
Gewerkschaftsfrühstück der SPD im Kreis Mettmann bei Kiekert in Heiligenhaus:

Wir brauchen gute und verlässliche Arbeitsplätze


Kerstin Griese und Peer Steinbrück konnten viele Gewerkschafter aus dem Kreis beim gemeinsamen Frühstück bei Kiekert in Heiligenhaus begrüßen.
Rund 50 Betriebs – und Personalräte konnte die Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der SPD, Kerstin Griese, zum traditionellen Gewerkschaftsfrühstück am Mittwoch begrüßen. Griese und Peer Steinbrück hatten in diesem Jahr zu dem Gespräch mit den Gewerkschaftskolleginnen und -kollegen in die Kantine der Firma Kiekert in Heiligenhaus eingeladen. Begrüßt wurden sie dort vom Betriebsratsvorsitzenden Uwe Höhndorf und der Geschäftsleitung.
Kerstin Griese stellte die Vorhaben der Bundesregierung bei der Rente, der Einführung eines Mindestlohnes und der Stärkung der Tarifautonomie vor. Im Mittelpunkt des Gespräches standen die Probleme der Betriebsräte in den Unternehmen und Verwaltungen. Dirk Basener, Vertrauensleutesprecher am Klinikum Niederberg, wies darauf hin, dass die kommunalen Krankenhäuser und Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände im Wettbewerb mit den großen privaten Konzernen nicht mithalten könnten. „Daseinsvorsorge sollte im Vordergrund stehen“, betonte Basener, und dies könne der Markt nicht leisten. Gerno Böll-Schlereth, SPD-Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat in Velbert versprach: „Wir stehen zum Klinikum“. „Es findet ein Lohndumping nach unten statt“, beklagt Kerstin Griese die Situation im Gesundheits- und Pflegebereich. „Wir brauchen Tarifverträge, die für allgemeinverbindlich erklärt werden.“ Daniel Kolle, Bezirkschef von Verdi machte deutlich, dass kommunale Träger durchaus Kliniken betreiben können, wie das Beispiel Solingen in direkter Nachbarschaft zeige.
Der Preisdruck der Autokonzerne auf die im nördlichen Kreisgebiet ansässigen Zulieferer wurde von Uwe Höhndorf, Betriebsratsvorsitzender von Kiekert beklagt: "Uns fällt es an den hiesigen Standorten sehr schwer zu überleben. „Das schaffen wir nur durch hohe Qualitätsstandards und durch das Gütesiegel „Made in Germany““, so Höhndorf.
Gabriele Münse, Betriebsratsvorsitzende von Rheinkalk, befürchtet große gesellschaftsrechtliche Veränderungen in ihrem Unternehmen. Sie ist besorgt, dass Einschnitte bei den Mitbestimmungsrechten bevorstehen, weil die europäischen gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen deutlich schwächer seien als die in Deutschland. Zudem seien Arbeitsplätze in Wülfrath gefährdet, weil eine Verlagerung der Verwaltung befürchtet wird.
Verdi-Bezirksgeschäftsführer Daniel Kolle sprach sich dafür aus, Gesprächskontakte wie dieses Gewerkschaftsfrühstück häufiger durchzuführen. „Das Thema prekäre Beschäftigung muss auf die Tagesordnung“, appellierte er unter großem Beifall an die Bundesregierung. Viele beklagten, dass der Arbeitsmarkt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr verlässlich sei, weil immer mehr Befristungen ausgesprochen würden, Mitarbeiter nur noch über Werkverträge in Arbeit kämen und dadurch vielfach mehrere unterschiedliche Bezahlungen für ein und dieselbe Arbeit geleistet würden. Griese, die im Bundestag Vorsitzende des Arbeits- und Sozialausschusses ist, kündigte an, dass 2015 die Leiharbeit neu geregelt und begrenzt werden solle. Peer Steinbrück und Kerstin Griese versprachen den Meinungsaustausch mit den Gewerkschaften weiter zu intensivieren.

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