Kahlschlag und Kürzungen im S-Bahn-Verkehr verhindern!

Detlef Ehlert, SPD-Fraktionsvorsitzender in Erkrath

Es wird kolportiert, dass für die Haupt-ÖPNV-Achse unserer Stadt und Region, nämlich die S 8, sowie für die S 28 (Regiobahn) eine Reduzierung des Zugangebots um die Hälfte erwogen werde. Geschehen soll dies durch eine Ausdünnung der Taktfolge. Der damit verbundene Übergang vom 20- auf einen 30-Minuten-Takt wäre schlicht eine Katastrophe für den Nahverkehr und die auf ihn angewiesenen Pendler im Berufs- und Schulverkehr. Er würde zudem eine deutliche Zunahme des Autoverkehrs auf unseren innerstädtischen Straßen mit allen negativen Folgen für Mensch, Umwelt und Klima bedeuten.

Ferner soll die S 11 in den Hauptverkehrszeiten nicht mehr nach / von Wuppertal geführt werden. Diese heutige Durchbindung der S-Bahnlinie erwirkt derzeit noch einen durchgängigen 10-Minuten-Takt morgens nach und spätnachmittags von Düsseldorf nach Erkrath.

Derartige Verschlechterungen betreffen nicht irgend einen „Luxus“ an Verkehrsanbindungen, sondern sie beschädigen die erforderliche Grundversorgung breiter Bevölkerungskreise mit Mobilität. Das kann der Stadtrat nicht hinnehmen. Die SPD hat daher für die nächste Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses wie des Stadtrates beantragt, das Thema „S-Bahn-Kahlschlag verhindern“ auf die Tagesordnung zu nehmen.

Die Sozialdemokraten fordern den Bürgermeister auf, rechtzeitig vor der Sitzung mit dem Kreis Mettmann als Besteller der SPNV-Leistungen und den Aufgabenträgern und Leistungserbringern VRR wie Deutsche Bahn AG und Regiobahn-Gesellschaft die angesprochenen Sachverhalte zu klären und den Ausschussmitgliedern mitzuteilen.

Sollte sich herausstellen, dass die befürchteten Veränderungen tatsächlich so oder ähnlich erwogen werden, beantragt die SPD, Vertreter der entsprechenden Institutionen in den Ausschuss zu laden.