SPD erhebt Einspruch gegen CO-Pipeline

Aus Sorge um die Sicherheit der im Kreis Mettmann lebenden Menschen sowie aus Sorge um die Attraktivität des Standortes Kreis Mettmann für zuzugswillige Unternehmen erheben die Mitglieder der SPD-Fraktion im Mettmanner Kreistag Einspruch gegen die CO-Pipeline.

In der Begründung heißt es, dass die Pipeline zum Transport des hochgiftigen CO´s durch dicht besiedeltes Gebiet ein in Bundesgebiet einzigartiges Gefährdungspotential darstellt. Durch die von der Bayer AG beantragten Änderung wird die Sicherheit noch weiter reduziert.

Manfred Krick, stellv. Landrat und MdL: „Bayer hat Rohre mit dünneren Wänden verlegt, als dies bei der Genehmigung durch die Bezirksregierung vorgeschrieben war und möchte diese nun nachträglich durch das Änderungsverfahren genehmigen lassen. Außerdem sollen Rohre beim Einbau vor Ort gebogen worden sein, was diese Rohre porös macht und die Gefahr von Leckagen erhöht.“

In Langenfeld wurden unmittelbar neben der Pipeline Pfähle eingerammt. „Dies zeigt“, so Krick weiter, „welche Gefahren der Pipeline von außen drohen. Die Pipeline wäre zerstört worden und hätte CO freigesetzt.“

Auch die Verlegung des sog GeoGrid 2-Systems (eine Kunststoffgewebematte) hätte hier eine Leckage kaum verhindert. Zudem kritisiert die SPD, dass die CO-Pipeline in einem wesentlich geringeren Abstand zur parallel verlaufenden Wingas-Leitung verlegt wurde und nicht hinreichend auf zu befürchtende Erdbeben ausgelegt ist.

Die SPD-Kreistagsfraktion fordert deshalb, die Inbetriebnahme der CO-Pipeline wegen erheblicher Sicherheitsmängel zu untersagen und hat entsprechend Einspruch bei der Bezirksregierung eingelegt.