Unser Landratskandidat

SPD Mettmann - Foto: Gruppe C Photography

Jens Geyer – unser Landratskandidat 2020

am 13. Juni haben wir Jens Geyer in Erkrath als unseren Landrats-kandidaten nominiert und bestätigt. Seitdem unterstützen wir ihn in allen Kreissstädten und haben Jens gefragt, was seine Schwerpunkte für das Amt sind: 


Das Wichtigste vorweg:

  • Ich will mehr Zusammenhalt und Zusammenarbeit im Kreis, vor allem bei der Wirtschaftspolitik und mit der Wirtschaftsförderung als Dienstleister für die Kommunen.
  • Ich will neue Akzente in der Gesundheits- und Sozialpolitik setzen, u.a. mit einem kinderärztlichen Notdienst rund um die Uhr und einem neuen Frauenhaus im Südkreis.
  • Ich will Verkehrs- und Umweltpolitik zusammenbringen: Mit besseren Angeboten im ÖPNV und einer intelligenten Verknüpfung der Verkehrsmittel, um so weniger Schadstoffe zu produzieren.

Für eine neue Gemeinsamkeit im Kreis

Aus der gegenwärtigen Krise kommen wir nur gemeinsam. Denn ganz unabhängig von der Frage von Impfstoffen, Infektionszahlen usw. ist eines bereits sonnenklar: Die Auswirkungen der Coronakrise auf die Kommunen und speziell die öffentlichen Haushalte sind gewaltig. Wir müssen mit sinkenden Steuereinnahmen rechnen, mit Einbrüchen bei der Gewerbesteuer und gleichzeitig mit steigenden Ausgaben. Denn natürlich gilt: Wir wollen so viele Jobs retten wie nur möglich, vom Solo-Selbständigen bis zum Industriearbeitsplatz.

Das schaffen wir aber nur gemeinsam auf zwei Wegen: Erstens packen wir selbst an. Als Landrat werde ich die Wirtschaftsförderung im Kreis so organisieren, dass eine echte Servicestelle für die Städte und Gemeinden und natürlich auch für die Unternehmen entsteht. Ich will, dass wir gerade kleinen Unternehmen dabei helfen, die Digitalisierung für sich zu nutzen. Ich will, dass wir gemeinsam Zukunftschancen besprechen und den Unternehmen dabei jede Hilfestellung geben, die sie brauchen. Und ich will, dass wir mehr gemeinsam auf die Beine stellen mit mehr interkommunaler Zusammenarbeit.

Zweitens brauchen wir aber auch die Hilfe von Bund und Land. Die Altschuldenfrage muss für hoch verschuldete Kommunen endlich gelöst werden, damit unabhängig von der jetzigen Krise endlich wieder Luft zum Atmen da ist. Denn zur Wahrheit gehört, dass die Unterfinanzierung der Kommunen schon lange vor Corona ein Problem war. Packen wir es jetzt an, damit wir auch in Zukunft lokal handeln können!

Gesundheit und Soziales sind Kreissache

Noch eine Lehre aus den letzten Monaten: Unsere Gesundheitsversorgung ist zu wichtig, um sie nur den Kräften des Marktes zu überlassen. Was der Markt in diesem Bereich anrichten kann, sehen wir leider in manchen anderen Ländern. Wirtschaftliches Handeln ist wichtig – aber nicht so wichtig wie Menschenleben. Wir müssen deshalb darüber reden, wie wir den Kreis in der Gesundheitspolitik besser aufstellen können.

Eine ganz konkrete Verbesserung ist eine rund um die Uhr erreichbare Hotline beim ärztlichen Notdienst. In Verbindung mit den vorhandenen Notfallpraxen und zusammen mit den Kinderärzten im Kreis will ich dieses Projekt als Landrat direkt angehen, um Kindern und jungen Eltern in gesundheitlichen Notsituationen schnell und effektiv helfen zu können.

Mehr Hilfe als bisher ist auch geboten, wenn es um Notlagen geht, die oft hinter verschlossenen Türen im privaten Raum entstehen. Leider steigt die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt. Die Opfer sind fast immer Frauen und Kinder, die auf Hilfe durch uns angewiesen sind. Deshalb braucht es ein Frauenhaus im Süden des Kreises. Wir bieten bisher zu wenig Plätze für Frauen mit Söhnen im Teenager-Alter an, eine Aufstockung ist dringend nötig und letztendlich eine Frage der Menschlichkeit. Als Landrat will ich dafür sorgen, dass  hier nicht länger weggesehen wird.

 

Mehr Umweltschutz durch bessere Verkehrspolitik

Wie erreicht man in einem Flächenkreis besseren Umweltschutz, weniger Schadstoffemissionen und zugleich eine Entlastung auf den Straßen? Raus aus dem Stau kommen wir nur mit einem besseren und vor allem auch klügeren ÖPNV. Wie das geht, machen uns andere Kreise, aber auch andere Länder längst vor. Viele gute Ideen sind bei uns anwendbar und sorgen dafür, dass wir nicht gegen das Auto, sondern auch mit dem Auto besser vorankommen.

In erster Linie brauchen wir einen Ausbau der Angebote öffentlicher Verkehrsmittel. Das heißt: Mehr Bahnhaltepunkte, mehr Buslinien und vor allem Schnellverbindungen in die umliegenden Großstädte. Das führt dazu, dass Menschen von ganz alleine das Auto stehen lassen, ohne Verbotspolitik – ganz alleine, weil es sinnvoll ist und schneller geht.

Sehr viel können wir aber auch erreichen, in dem wir die vielen verschiedenen Verkehrsmittel besser miteinander vernetzen, zum Beispiel über eine Mobilitäts-App. Die kann ganz einfach die Informationen bereitstellen, mit welchen Verkehrsmitteln, vom Fahrrad über den E-Roller bis zum Regionalexpress, man am schnellsten von A nach B kommt. Das ist dann ein Beitrag zum Klimaschutz, der dazu das Leben einfacher macht.